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Fehlerdiagnose/Selbsthilfe

Auf dieser Seite bieten wir Hilfestellungen zu folgenden Baugruppen:

 

Fehler: Bremsanlage

Der folgende Fehlersuchplan soll Ihnen helfen, Fehler an der Bremsanlage zu diagnostizieren. Reparaturen und Einstellungen an der Bremsanlage sollten nur von versierten Personen bzw. einer Fachwerkstatt durchgeführt werden!

Störung Ursache Abhilfe
Bremswirkung zu schwach Zugstange schiebt beim Bremsen zu weit ein Bremsen nachstellen
  Beläge noch nicht eingefahren Gibt sich nach einigen Bremsungen
  Beläge falsch oder beschädigt (verglast, gebrochen, abgelöst) Backensatz erneuern
  Bremsseile, Umlenkhebel oder Spreizhebel schwergängig Übertragungseinrichtungen instandsetzen, b.z.w. austauschen
  Bremstrommeln mit starken Riefen oder unrund Bremstrommel austauschen, ggf. Bremsbacken mit austauschen
Anhänger bremst einseitig Radbremsen verstellt Radbremsen einstellen
  Bremsseile verknickt oder schwergängig Seile tauschen
  Bremsbacken alt oder beschädigt Bremsbacken tauschen
  Bremstrommeln beschädigt Bremstrommeln tauschen
  Mechanik in den Radbremsen verschmutzt und/oder schwergängig Bremsen zerlegen, reinigen, gängig machen, bewegliche Stellen dünn mit Kupferpaste bestreichen, defekte Teile austauschen
Rückwärtsfahrt sehr schwergängig oder blockiert Tritt auf, wenn Bremsanlage zu stramm eingestellt oder wenn Bauteile der Rückfahrautomatik schwergängig oder falsch montiert Bremsanlage neu einstellen oder Rückfahrautomatik instand setzen
Überhitzung der Radbremsen bei normalen Fahr- betrieb Fehlerhafte Einstellung Gestänge und/oder Radbremsen richtig einstellen
  Zugstange, Handbremshebel oder Umlenkhebel klemmt Handbremse lösen. Bauteile der Auflaufeinrichtung auf Leichtgängigkeit prüfen und beschädigte Teile austauschen
  Mechanik der Radbremse schwergängig Schwergängige Teile instandsetzen
  Bremsseile geknickt oder schwergängig Bremsseile austauschen
  Rückzugfedern zu schwach bzw. gebrochen Federn austauschen
  Bremsbacken abgelöst oder gebrochen Bremsbacken austauschen
Handbremswirkung zu schwach Wie Bremswirkung zu schwach Wie Bremswirkung zu schwach
Radbremsen überhitzten bei längeren Gefällestrecken und/oder machen dabei Geräusche Überlastung Bremsen weniger beanspruchen, ggf. Abkühlpause mit gelöster Bremse einlegen
  Bedienfehler Durch kurzes stärkeres anziehen mit dem Zugwagen dafür sorgen daß sich die Radbremsen Etappenweise wieder lösen können.
Anhänger bremst schon beim Gaswegnehmen Stoßdämpfer der Auflaufeinrichtung defekt Stoßdämpfer austauschen und Bremsanlage komplett neu einstellen
Ruckartiges Auflaufen/Bremsen. Reifen quietschten schon bei leichten Bremsvorgängen Übertragungseinrichtungen schwergängig Schwergängige Teile gangbar machen oder austauschen und Bremsanlage komplett neu einstellen
  Stoßdämpfer der Auflaufeinrichtung defekt oder zu schwach Stoßdämpfer austauschen und Bremsanlage komplett neu einstellen

Tipp!

Bei Problemen, am besten alte Teile wie Bremsseile, Rückzugsfedern oder Spreizhebel gleich komplett austauschen. Das erspart langfristig viel Ärger und häufig sind dann nach dem Einstellen der Bremsanlage alle Probleme beseitigt.

Bitte immer diese Bauteile bei allen Rädern austauschen ansonsten ist eine gleichmäßige Bremswirkung nicht zu erreichen. Niemals versuchen schwergängige Bremsseile wieder gangbar zu machen, da die Wirkung nur von kurzer Dauer ist.

Bitte beachten Sie, daß die Einstellmechanik an den Radbremsen nur dazu dient die Bremsen nachzustellen um eine gleichmäßige Abnutzung der Bremsbeläge zu gewährleisten. Selbstverständlich müssen die Radbremsen regelmäßig gleichmäßig eingestellt werden.
Die Gleichmäßigkeit der Radbremswirkung ergibt sich daraus, daß alle Übertragungseinrichtungen leichtgängig und die Radbremsen im einwandfreien Zustand sind.
Die Betätigungskräfte werden durch die Ausgleichwaage im Gestänge auf alle Räder verteilt, womit ein gleichmäßiges Bremsen aller Räder gegeben ist.

 

Fehler: Kugelkupplung

Störung Ursache Abhilfe
Anhänger klappert im Bereich der Kupplung Kupplungskugel vom Zugfahrzeug verschlissen. Kugelkupplung Anhänger verschlissen oder defekt. Evtl. fehlt auch nur Fett auf der Kugel. Evtl. klappert nicht die Kupplung sondern die Zugstange in den Buchsen oder das Bremsgestänge. Spiel von Kupplungskugel und/oder Kugelkupplung messen, wenn kein Messgerät vorhanden Gegenprobe mit anderen, neuwertigen Fahrzeugen machen.
Beim rütteln an der Zugeinrichtung vom Anhänger, darf kein Spiel in der Kupplung zu fühlen sein. Kupplungskugel muß immer gut gefettet sein (Ausnahme: Antischlingerkupplungen) verschlissene Bauteile sofort austauschen.
Kugelkupplung lässt sich nicht richtig auf die Kugel setzen. Kugelkupplung ist nicht geöffnet oder auf einer neuen Kupplungskugel ist noch sehr viel Farbe drauf. Kugelkupplung vor dem Aufsetzen öffnen. Ggf. dicke Farbschicht von Kupplungskugel entfernen.
Kupplung rastet nicht ein, Sicherung funktioniert nicht. Sicherungsmechanik schwergängig oder defekt. Sicherungsmechanik ölen/fetten. Kugelkupplung mit defekter Sicherungsmechanik sofort austauschen.
Anhänger hat sich während der Fahrt vom Zugfahrzeug gelöst. Defekte Kugelkupplung, schwergängige Sicherungsmechanik, Kugelkupplung wurde im geschlossen Zustand auf die Kupplungskugel aufgelegt. Defekte Kupplung austauschen, Sicherungsmechanik regelmäßig kontrollieren und schmieren, Kugelkupplung vor dem Aufsetzen eindeutig öffnen und nach dem aufsetzen prüfen, ob die Kupplungskugel wirklich in der Kugelkupplung verschwunden ist.

 

Fehler: Gummifederachse

Störung Ursache Abhilfe
Anhänger federt nicht richtig Bei sehr alten Anhängern oder bei Bootsanhängern die regelmäßig gewassert wurden, können die Gummistränge in den Achsen hart geworden sein und/oder sie werden durch Rost innerhalb des Achsrohres zusammengequetscht. Achse austauschen.
Radstellung (Spur/Sturz) stimmt nicht, Räder laufen nicht parallel zum Aufbau und/oder fluchten nicht zueinander. Starke Überladung. Fahren mit hoher Geschwindigkeit durch Schlaglöcher. Unfallschäden durch Anstoß oder Schlingern bei hoher Geschwindigkeit. Aufschlagen auf Bordsteine (auf der linken Seite häufig auch in Kreisverkehrsbereichen). Zu enges Rückwärtsrangieren mit hoher Last. Betreffenden Schwingarm mit Gummielementen tauschen, bei älteren Achsen, diese komplett tauschen.
Reifen schleifen am Aufbau oder an Kotflügelinnenfläche. Schäden wie beim Punkt davor, falsche Reifengröße, falsche Einpresstiefe der Felge, Kotflügel zu niedrig montiert, Überladung. Mechanische Fehler beseitigen, den Anhänger nicht überladen.

 

Fehler: Beleuchtung

Immer erst Fehler am Zugfahrzeug ausschließen!

Bei Fehlern der Beleuchtungsanlage systematisch vorgehen:

Häufig liegen Fehlfunktionen nicht am Anhänger sondern an der E-Anlage des Zugfahrzeuges. Dort können die Kontakte in der Steckdose, die Verbindungen zum Kabelstrang, aber häufig auch das Anhängerbeleuchtungs-Steuergerät für den Fehler ursächlich sein.
Daher als erstes sicherstellen, daß kein Fehler am Zugfahrzeug vorliegt.

Dazu am besten einen anderen, intakten Anhänger, ein Prüfgerät, eine Prüflampe oder ein Multimessgerät verwenden.

Fehler am Steuergerät vom Zugfahrzeug lassen sich häufig nur durch einen Test mit einen angekuppelten, intakten Anhänger ausschließen.

Alternativ kann die Beleuchtung des fragwürdigen Anhängers auch mit einem anderen Zugfahrzeug getestet werden. Liegt dort nicht die gleiche Fehlfunktion vor, liegt der Fehler mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht am Anhänger.

Kontaktfehler:

Eine häufige Fehlerquelle sind oxidierte Kontakte im Stecker, die man durch vorsichtiges aufbiegen der Kontakte und/oder durch Verwendung von reichlich Kontaktspray mit anschließenden hin/herwackeln der Steckverbindungen beseitigen kann.

Genauso oft liegt es an einem abgezogen oder falsch belegten Kabel im Anhängerstecker, die durch starkes Ziehen am Kabel statt am Steckergehäuse entstanden sind. >> Belegungsplan <<

Massefehler:

Leuchten oder blinken einzelne Leuchtenfunktionen mit, obwohl sie nicht eingeschaltet sind, liegt wahrscheinlich ein Massefehler vor. Der Massefehler kann sowohl durch nicht richtig belegte Steckverbindungen als auch durch ein gequetschtes oder gelöstes Kabel entstehen.

Häufig liegt es auch an der Kontaktierung der Steckverbindung die man durch vorsichtiges aufbiegen der Kontakte oder durch Verwendung von reichlich Kontaktspray mit anschließenden hin/herwackeln der Steckverbindungen wieder herstellen kann.

Kurzschluß:

Brennt eine Sicherung vom Zugfahrzeug durch, liegt entweder ein Kurzschluss an dem Anhänger vor, oder die Sicherung hatte einen zu niedrigen Wert. In seltenen Fällen ist es auch möglich, dass die Sicherung durch langjährige Nutzung gealtert ist.

Da bei Anhängern das Schlußlicht links/rechts und Blinker links/rechts, Bremslicht und Nebelschlussleuchte getrennt abgesichert sind, lässt sich die Schadenquelle leicht eingrenzen.

Liegt keine Fehlbelegung an Stecker oder Leuchten vor, hat irgendwo ein stromführendes Kabel Kontakt mit der Masse des Rahmen, evtl. auch innerhalb der Leuchten.

Die Kurzschlussstelle muß gesucht werden. Bei modernen Leuchten mit Bajonettverbindungen lässt sich der Fehler durch trennen von Verbindungen leicht eingrenzen. Wenn der Kurzschluss nach der Trennung noch vorhanden ist, liegt der Defekt nicht in der Leuchte, sondern in den Bauteilen davor.

Funktionsfehler einzelner Leuchten:

Sollten einzelne Beleuchtungsfunktionen versagen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß nur eine Glühlame defekt ist. Auch wenn der Glühfaden heil aussieht, sollte man die betreffende Glühlampe entfernen und die Funktion mit einer heilen Glühlampe testen.

Dabei sieht man auch, ob der Defekt evtl. auch von einer nicht stramm sitzenden Fassung oder von Oxidation an den Kontakten herrührt. Die Kontakte können vorsichtig nachgebogen werden, die Oxidation beseitigt man mit Kontaktspray und einem kleinen Schabewerkzeug.

Falls es nicht an einer Glühlampe liegt, muß geprüft werden ob der Stecker zum Zugfahrzeug Kontakt hat. Dazu am Stecker wackeln, währen eine Hilfsperson schaut ob die eingeschaltete Funktion evtl. während des Wackelns kurz aufleuchtet.

Evtl. oxidierte Kontakte in der Steckverbindung durch vorsichtiges aufbiegen der Kontakte und/oder durch Verwendung von reichlich Kontaktspray mit anschließenden hin/herwackeln der Steckverbindungen zum Leben erwecken.

Falls der Fehler nicht an der Kontaktierung liegt, den Anhängerstecker öffnen und die Belegung prüfen. >> Belegungsplan <<

Anschließend evtl. vorhandene Steckverbindungen an den Leuchten auf Beschädigung oder Oxidation überprüfen.

Bei älteren Anhänger kann der Fehler auch in einer vergammelten Verteilerdose zu finden sein.

Falls alle bisherigen Diagnose- und Reparaturversuche fehlgeschlagen sind, und auch ein Fehler am Zugfahrzeug ausgeschlossen werden kann, muß der Fehler an der Verkabelung liegen..
Fehler an der Verkabelung und Kabelbruch sind eher selten, jedoch können Anschlusskabel gequetscht oder anderweitig mechanisch beschädigt worden sein. Auch wenn solche Defekte nicht immer äußerlich sichtbar sind, lohnt es sich, den kompletten Kabelverlauf auf äußere Schäden abzusuchen. Am besten mit einer Taschenlampe.
Ggf. sollten dann die betreffenden Kabelsegmente komplett getauscht werden.


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